Einzelbeitrag aus dem Band “Transparente Oberflächen auf Holz” (S. 160–170).

Möglichkeiten der visuellen Untersuchung transparenter Oberflächenüberzüge am Beispiel einer Gruppe von Möbeln aus dem Roentgen-Museum Neuwied

Restauratoren arbeiten bei der Untersuchung der Oberflächen von Möbeln und Holzobjekten vorwiegend mit dem fachmännischen Blick. Individuelle Beobachtungen führen zu wichtigen Eindrücken und Einschätzungen, die nicht selten die weitere Konservierung-Restaurierung bestimmen. Eine systematisierte visuelle Inspektion offeriert eine Möglichkeit zur vertieften Untersuchung und Beschreibung transparenter Überzüge. Auch im Hinblick auf eine verbesserte, präzisierte Kommunikation individueller Eindrücke werden in diesem Beitrag Vorschläge zu einer reproduzierbaren Vorgehensweise gemacht.
Am Beispiel eines Pultschreibtischs von 1785 aus der Werkstatt David Roentgen werden die Grenzen der visuellen Inspektion ausgelotet. Insbesondere die Fluoreszenzuntersuchungen in der Fläche und im makroskopischen Detail verhalfen zu einer weitgehenden Einschätzung des Grades und der Passigkeit jüngerer Überarbeitungen.